Leica M844

Das Leica M844 ist ein Operationsmikroskop von Leica Microsystems für anspruchsvolle Eingriffe am vorderen und hinteren Augenabschnitt. Das Modell nutzt das QuadZoom-System mit vier separaten Strahlengängen sowie die OttoFlex II-Beleuchtung, die den Rotreflex unterstützt und Streulicht reduziert. Die optische Konfiguration, die Ansicht für Assistenten und die weitere Ausstattung hängen vom jeweiligen Gerät ab. Nachfolgend präsentieren wir die aktuell verfügbaren Geräte dieses Modells.

Leica M844 – Modelleigenschaften

Das Leica M844 ist ein ophthalmologisches Mikroskop für Eingriffe am vorderen und hinteren Augenabschnitt. Es gehört zum Portfolio der Leica Mikroskope und kombiniert das optische System QuadZoom mit dem unabhängigen Beleuchtungsmodul OttoFlex II. QuadZoom nutzt vier separate Strahlengänge und bietet dem Chirurgen und dem Assistenten ein stereoskopisches Bild. OttoFlex II unterstützt einen klaren Rotreflex und reduziert das durch die Sklera hindurchtretende Streulicht.

Der Mikroskopkopf verfügt über einen motorisierten 6:1-Zoom und eine motorisierte Fokussierung mit einem Bereich von 54 mm. Das XY-Modul mit einem Verfahrbereich von 58 × 58 mm ermöglicht die präzise Verschiebung der optischen Achse gegenüber dem Operationsfeld. Der Neigemechanismus des Mikroskopkopfes mit einem Bereich von +15° bis −50° erlaubt es, die Kopfposition an den Verlauf des Eingriffs anzupassen. Damit lässt sich die Lage der optischen Achse korrigieren, ohne das gesamte Stativ zu verschieben.

Bei der Auswahl eines konkreten Geräts sind die optische Konfiguration, das Tragsystem und die weitere Ausstattung zu berücksichtigen. Unterschiede können unter anderem die Ansicht für Assistenten, die Bedienung und die Komponenten des Videosystems betreffen.

Einsatz des Leica M844 in der Ophthalmologie

Das Leica M844 ist ein ophthalmologisches Operationsmikroskop für anspruchsvolle Eingriffe am vorderen und hinteren Augenabschnitt.

OttoFlex II und Rotreflex

Das Leica M844 nutzt eine direkte Halogenbeleuchtung und ein unabhängiges OttoFlex II-Modul. Die Hauptbeleuchtung leuchtet das Operationsfeld aus, während OttoFlex II die Erzeugung des Rotreflexes unterstützt. Durch die Trennung der beiden Systeme lassen sie sich unabhängig voneinander einstellen und an die Bedingungen des Eingriffs anpassen.

OttoFlex II reduziert das durch die Sklera hindurchtretende Streulicht und erhöht den Kontrast des Rotreflexes. Der Leuchtfelddurchmesser lässt sich von 4 bis 35 mm bei einem Arbeitsabstand von 200 mm einstellen. Dies unterstützt die Beobachtung auch unter schwierigeren Bedingungen, etwa bei kleiner Pupille oder fortgeschrittener Katarakt.

Die Hauptlichtquelle nutzt zwei Halogenlampen mit 12 V / 50 W in einer Lampen-Schnellwechselhalterung. Das System ist mit Filtern zur Sperrung von IR- und UV-Strahlung ausgestattet.

Chirurgie am hinteren Augenabschnitt

Das Einsatzspektrum des Leica M844 umfasst vitreoretinale Eingriffe einschließlich der Vitrektomie. Das Mikroskop lässt sich mit Weitwinkel-Beobachtungssystemen für den hinteren Augenabschnitt sowie mit Invertern kombinieren. Das System kann unter anderem um Leica RUV800 mit integriertem Inverter oder um Lösungen von Oculus SDI/BIOM erweitert werden. Die Ausstattung richtet sich nach der Art der Eingriffe und der Organisation des Arbeitsplatzes.

Im VR-Modus lässt sich ein eigener Satz von Einstellungen für die Chirurgie am hinteren Augenabschnitt vorbereiten. Bei entsprechender Konfiguration können ausgewählte Funktionen dem Fußschalter zugewiesen werden, um unter anderem das XY-Modul, die Beleuchtung und den Inverter koordiniert zu bedienen.

Wichtige technische Daten des Leica M844

QuadZoom und optische Parameter

Das QuadZoom-System nutzt vier separate Strahlengänge und bietet dem Chirurgen und dem Assistenten ein stereoskopisches Bild. Ein gemeinsamer motorisierter 6:1-Zoom synchronisiert die Vergrößerung in der Ansicht des Chirurgen und des Assistenten. Das System stellt an beiden Beobachtungspositionen dieselbe Lichtmenge und dieselbe Bildvergrößerung bereit. Bei entsprechender Konfiguration lässt sich die Assistentenbrücke schnell von der linken auf die rechte Seite umsetzen. Die unabhängige Fokuseinstellung ermöglicht eine Anpassung des Bildes an die Bedürfnisse des Assistenten.

Das optische System nutzt eine apochromatische Korrektur und Leica OptiChrome-Objektive. Der angegebene Vergrößerungsbereich für die Konfiguration mit einem Objektiv mit f = 200 mm (WD 175 mm) und 10×-Okularen beträgt 3,5×–21×.

Das Leica M844 kann mit einem Festbrennweitenobjektiv mit f = 200 mm (WD 175 mm), f = 225 mm (WD 200 mm) oder f = 250 mm (WD 225 mm) ausgestattet werden. Die Version mit WD 175 mm bietet eine etwas höhere Grundvergrößerung und einen kürzeren Arbeitsabstand und wird daher mitunter für präzise Eingriffe am vorderen Augenabschnitt gewählt. Das Objektiv mit WD 200 mm ist eine vielseitige Lösung für die Katarakt- und Hornhautchirurgie und bietet zugleich ausreichend Platz für das Instrumentarium. Die Version mit WD 225 mm vergrößert den Arbeitsraum über dem Auge des Patienten zusätzlich. Die motorisierte Fokussierung mit einem Bereich von 54 mm ermöglicht die Schärfekorrektur, während das XY-Modul mit 58 × 58 mm die optische Achse verschiebt, ohne das Tragsystem neu zu positionieren.

Wichtige Parameter des Leica M844
ParameterWert
Optisches SystemQuadZoom, vier separate Strahlengänge
Optikapochromatische Korrektur, Leica OptiChrome-Objektive
ZoomAPO-Zoom 6:1, motorisiert
Vergrößerung3,5×–21× bei 175 mm Arbeitsabstand und mit 10×-Okularen
Sichtfelddurchmesser7–80 mm
Arbeitsabstände175, 200 oder 225 mm
Fokussierungmotorisiert, Bereich 54 mm
XY-ModulVerfahrbereich 58 × 58 mm
Neigemechanismus des Mikroskopkopfesvon +15° bis −50°
Hauptbeleuchtungzwei Halogenlampen mit 12 V / 50 W, Lampen-Schnellwechselhalterung, IR- und UV-Filter
OttoFlex IIunabhängiges Rotreflex-Modul, einstellbares Feld von 4–35 mm bei 200 mm Arbeitsabstand

Bedienung und Automatisierung von Funktionen

Die Bedienung lässt sich an die Mikroskopkonfiguration und die Präferenzen des Operateurs anpassen. Ein programmierbarer Fußschalter bietet Zugriff auf ausgewählte Funktionen, und über die Benutzereinstellungen lassen sich individuelle Betriebsparameter speichern. StepCycle strukturiert die Bedienung in programmierte Sequenzen. Auto Reset unterstützt die zügige Rückkehr zu definierten Einstellungen nach einer Positionsänderung des Mikroskops. Der Umfang der unterstützten Funktionen, darunter Zoom, Fokussierung, XY-Modul und Beleuchtung, hängt von der Konfiguration des jeweiligen Systems ab.

Tragsystem des Leica M844

Die von Medical Elektro angebotenen Leica M844 Mikroskope sind mit dem mobilen Stativ Leica F40 konfiguriert. Das Tragsystem sorgt für eine stabile Position des Mikroskopkopfes und eine präzise Positionierung des Mikroskops über dem Operationsfeld. Einzelheiten zur Stativkonstruktion, zu den elektromagnetischen Bremsen und zu den Bewegungsbereichen beschreiben wir auf der Seite zum Leica F40.

Leica M844 im Vergleich zu M820 und M822

Das Leica M844 und das Leica M820 nutzen teilweise gemeinsame Konstruktionslösungen, bleiben jedoch eigenständige Modelle. Der wesentliche Unterschied betrifft das optische System: Das M844 nutzt QuadZoom mit vier separaten Strahlengängen, während das M820 über zwei Strahlengänge verfügt.

Das Leica M822 ist der Nachfolger des M820 und verwendet andere Beleuchtungslösungen. Es kombiniert eine LED-Hauptbeleuchtung mit dem koaxialen Halogensystem OttoFlex für den Rotreflex. Dies ist einer der wesentlichen Unterschiede zum M844, das eine Halogen-Hauptbeleuchtung und ein unabhängiges OttoFlex II-Modul nutzt.

Wovon hängt der Preis eines gebrauchten Leica M844 Mikroskops ab?

Auf dem Gebrauchtmarkt hängt der Preis eines Leica M844 Mikroskops vom technischen Zustand, der Vollständigkeit und der Konfiguration des jeweiligen Geräts ab. Dazu zählen das Tragsystem, der Beobachtungsstrahlengang für den Assistenten, das Objektiv, die Bedienung sowie die Ausstattung für Weitwinkelbeobachtung oder Bildaufzeichnung. Bei Medical Elektro ist der Vorbereitungsumfang weder eine Angebotsvariante noch ein preislicher Unterscheidungsfaktor, da jedes angebotene Gerät nach demselben Standard generalüberholt wird. Der Preis wird individuell für die komplette Konfiguration festgelegt.

Generalüberholte Leica M844 Mikroskope bei Medical Elektro

Die Bezeichnung „gebraucht“ bedeutet, dass das Mikroskop bereits im Einsatz war. Ein generalüberholtes Operationsmikroskop ist ein gebrauchtes Gerät, das einen mehrstufigen Prozess zur Vorbereitung auf den Verkauf durchlaufen hat.

Die Generalüberholung bei Medical Elektro erfolgt nach einem einheitlichen Standard für die komplette Konfiguration des jeweiligen Geräts. Beim Leica M844 umfasst sie das vollständige Mikroskop mit dem zugehörigen Tragsystem sowie der tatsächlichen optischen, Beobachtungs-, Beleuchtungs- und Steuerungsausstattung des Geräts. Jedes generalüberholte Gerät wird mit eigenen Fotos und einer seiner Konfiguration entsprechenden Beschreibung präsentiert und hat eine 12-monatige Garantie. Den genauen Umfang beschreibt die Seite zum Prozess der Generalüberholung von Operationsmikroskopen.

Verfügbarkeit von Leica M844 Mikroskopen

Die Liste der Leica M844 Geräte wird automatisch aktualisiert. Informationen zu Verfügbarkeit, Konfiguration und Ausstattung sind beim jeweiligen Gerät angegeben.

Kontaktieren Sie Medical Elektro zur Auswahl eines Leica M844 Mikroskops, zur Ausstattung verfügbarer Geräte und für ein individuelles Angebot.