Leica M820
Das Leica M820 ist ein Operationsmikroskop von Leica Microsystems, das vor allem für die Chirurgie des vorderen Augenabschnitts einschließlich Katarakteingriffen vorgesehen ist. Das Modell verwendet einen motorisierten APO-Zoom 6:1 mit zwei separaten Strahlengängen und eine unabhängige OttoFlex II Beleuchtung, die die Erzeugung des Rotreflexes unterstützt. Tragsystem, Ansicht für Assistenten sowie Ausstattung für die Beobachtung des hinteren Augenabschnitts und die Bildaufzeichnung hängen von der jeweiligen Konfiguration ab. Nachfolgend stellen wir die aktuell verfügbaren Exemplare dieses Modells vor.
Leica M820 – Modellübersicht
Das Leica M820 ist ein ophthalmologisches Operationsmikroskop, das vor allem für Eingriffe am vorderen Augenabschnitt vorgesehen ist. Es gehört zum Portfolio der Leica Mikroskope und verwendet einen motorisierten APO-Zoom 6:1 mit zwei separaten Strahlengängen. Die direkte Halogenbeleuchtung leuchtet das Operationsfeld aus, während das unabhängige OttoFlex II Modul die Erzeugung des Rotreflexes unterstützt.
Die motorisierte Fokussierung hat einen Verstellbereich von 54 mm. Das XY-Modul ermöglicht es, die optische Achse relativ zum Operationsfeld zu verschieben, ohne das Tragsystem neu zu positionieren. Der Mikroskopkopf lässt sich von +15° bis −50° neigen. Die verfügbaren Objektive haben Brennweiten von f = 200 mm (WD 175 mm), f = 225 mm (WD 200 mm) oder f = 250 mm (WD 225 mm), sodass sich der Raum über dem Operationsfeld an die Konfiguration und Arbeitsweise anpassen lässt.
Die Konfigurationen des Leica M820 können sich hinsichtlich des Tragsystems und der Zusatzausstattung unterscheiden. Unterschiede betreffen unter anderem die Ansicht für Assistenten, die Steuerung, Komponenten des Videosystems sowie Weitwinkel-Beobachtungssysteme für den hinteren Augenabschnitt und Inverter. Der genaue Funktionsumfang hängt somit von der Konfiguration des jeweiligen Exemplars ab.
Einsatz des Leica M820 in der Ophthalmologie
Das Leica M820 ist ein ophthalmologisches Operationsmikroskop vor allem für Eingriffe am vorderen Augenabschnitt, einschließlich der Kataraktchirurgie.
OttoFlex II und Rotreflex
Beim Leica M820 lassen sich die direkte Halogenbeleuchtung und das OttoFlex II Modul unabhängig voneinander einstellen. Das erste System leuchtet das Operationsfeld aus, während OttoFlex II die Erzeugung des Rotreflexes unterstützt. So kann die Helligkeit beider Lichtquellen separat an die Beobachtungsbedingungen angepasst werden.
OttoFlex II reduziert das durch die Sklera eindringende Streulicht und erhöht den Kontrast des Rotreflexes. Der Leuchtfelddurchmesser lässt sich stufenlos von 4 bis 35 mm bei einem Arbeitsabstand von 200 mm einstellen. Diese Lösung unterstützt die Beobachtung auch bei kleiner Pupille oder fortgeschrittener Katarakt.
Die Hauptlichtquelle verwendet zwei Halogenlampen mit 12 V / 50 W in einem Lampen-Schnellwechselmechanismus. Damit lässt sich die Beleuchtung auf die zweite Lampe umschalten, wenn die erste ausfällt.
Konfigurationen für Eingriffe am hinteren Augenabschnitt
Das Leica M820 kann mit Weitwinkel-Beobachtungssystemen für den hinteren Augenabschnitt und Invertern eingesetzt werden. In einer Konfiguration mit dem Oculus SDI/BIOM System wird der SDI-Inverter direkt am optischen Kopf des M820 montiert. Ausgewählte Funktionen des Systems lassen sich dem Fußschalter zuweisen. Diese Komponenten gehören zur Zusatzausstattung und sind nicht bei jedem Exemplar vorhanden.
Die wichtigsten technischen Daten des Leica M820
APO-Zoom und optische Parameter
Das optische System des Leica M820 verwendet eine apochromatische Korrektur und Leica OptiChrome Objektive. Der motorisierte APO-Zoom ermöglicht eine Vergrößerungsänderung im Verhältnis 6:1. Bei einer Konfiguration mit einem Objektiv mit f = 200 mm (WD 175 mm) und 10× Okularen beträgt der Vergrößerungsbereich 3,5×–21× und der Sichtfelddurchmesser 7–80 mm.
Das Leica M820 kann mit einem OptiChrome Objektiv mit f = 200 mm (WD 175 mm), f = 225 mm (WD 200 mm) oder f = 250 mm (WD 225 mm) ausgestattet werden. Die Wahl des Arbeitsabstands beeinflusst die Position des Mikroskopkopfes zum Operationsfeld und den verfügbaren Platz für das Instrumentarium. Die motorisierte Fokussierung mit einem Verstellbereich von 54 mm ermöglicht eine Schärfekorrektur, ohne das Tragsystem neu zu positionieren.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Optisches System | APO-Zoom |
| Optik | apochromatische Korrektur, Leica OptiChrome Objektive |
| Zoom | 6:1, motorisiert |
| Vergrößerung | 3,5×–21× bei 175 mm Arbeitsabstand und 10× Okularen |
| Sichtfelddurchmesser | 7–80 mm |
| Arbeitsabstände | 175, 200 oder 225 mm |
| Fokussierung | motorisiert, Verstellbereich 54 mm, automatischer Reset |
| XY-Modul | motorisiert, automatischer Reset |
| Neigemechanismus des Mikroskopkopfes | motorisiert, von +15° bis −50° |
| Hauptbeleuchtung | zwei Halogenlampen mit 12 V / 50 W, Lampen-Schnellwechselmechanismus |
| OttoFlex II | unabhängiges Rotreflexmodul, einstellbares Feld von 4–35 mm bei 200 mm Arbeitsabstand |
Steuerung und Automatisierung der Funktionen
Die Funktionen des Leica M820 lassen sich über den Touchscreen und einen programmierbaren Fußschalter bedienen. Das System ermöglicht das Speichern von Einstellungen für bis zu 30 Benutzer. StepCycle gliedert die Bedienung in programmierte Sequenzen. Auto Reset unterstützt die Rückkehr ausgewählter Funktionen zu definierten Einstellungen nach einer Positionsänderung des Mikroskops. Der Umfang der verfügbaren Funktionen und Zuweisungen hängt von der Gerätekonfiguration ab.
Tragsysteme für das Leica M820
Das Leica M820 ist in Konfigurationen mit den mobilen Tragsystemen Leica F20 und Leica F40 sowie mit den Varianten F19, C40 und CT40 erhältlich. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf das Tragsystem und nicht auf unterschiedliche Versionen des optischen Systems des M820. Das Tragsystem dient der Aufstellung und Positionierung des Mikroskopkopfes. Ausführliche Informationen zu Konstruktion, Bremsen und Bewegungsbereichen des F20 und F40 finden sich auf den Seiten zu diesen Systemen.
Leica M820 im Vergleich zu M844 und M822
Das Leica M820 und das Leica M844 sind ophthalmologische Operationsmikroskope mit OptiChrome Objektiven, motorisiertem Zoom 6:1 und dem OttoFlex II Modul. Es handelt sich um unterschiedliche Modelle: Das M844 verwendet das QuadZoom System, das beim M820 nicht vorhanden ist. Das M820 ist vor allem für die Chirurgie des vorderen Augenabschnitts vorgesehen, während das M844 auch bei anspruchsvollen Eingriffen am hinteren Augenabschnitt eingesetzt wird.
Das Leica M822 ist der Nachfolger des M820 im Portfolio des Herstellers. Einer der wesentlichen Unterschiede betrifft die Beleuchtung: Das M822 kombiniert eine LED-Hauptbeleuchtung mit dem koaxialen Halogen-Beleuchtungssystem OttoFlex, während das M820 eine Halogen-Hauptbeleuchtung und das unabhängige OttoFlex II Modul verwendet.
Wovon hängt der Preis eines gebrauchten Leica M820 Mikroskops ab?
Auf dem Gebrauchtmarkt hängt der Preis eines Leica M820 Mikroskops von der Geräteversion, dem technischen Zustand, der Vollständigkeit und der Ausstattung des jeweiligen Exemplars ab. Dazu zählen das Tragsystem, die optische Konfiguration, die Ansicht für Assistenten, der Fußschalter, Komponenten des Videosystems und die Ausstattung für den hinteren Augenabschnitt. Bei Medical Elektro ist der Aufbereitungsgrad weder eine Angebotsvariante noch ein Faktor für Preisunterschiede, da jedes angebotene Exemplar denselben Standard der Generalüberholung durchläuft. Der Preis wird individuell für die vollständige Konfiguration festgelegt.
Generalüberholte Leica M820 Mikroskope bei Medical Elektro
Die Bezeichnung „gebraucht“ bedeutet, dass das Mikroskop bereits im Einsatz war. Ein generalüberholtes Operationsmikroskop ist ein gebrauchtes Gerät, das einen mehrstufigen Prozess zur Vorbereitung auf den Verkauf durchlaufen hat.
Die Generalüberholung bei Medical Elektro erfolgt nach einem einheitlichen Standard für die vollständige Konfiguration des jeweiligen Exemplars. Beim Leica M820 umfasst sie das komplette Mikroskop: den Mikroskopkopf, das Tragsystem sowie die tatsächlich vorhandene Optik, Beobachtungs-, Steuerungs- und Videoausstattung. Jedes generalüberholte Exemplar verfügt über individuelle Fotos und eine zur Konfiguration passende Beschreibung und ist durch eine 12-monatige Garantie abgedeckt. Den detaillierten Umfang erläutert die Seite zum Prozess der Generalüberholung von Operationsmikroskopen.
Verfügbarkeit von Leica M820 Mikroskopen
Die Liste der Leica M820 Geräte wird automatisch aktualisiert. Informationen zu Verfügbarkeit, Tragsystem, optischer Konfiguration, Ansicht für Assistenten, Videosystem und Ausstattung für den hinteren Augenabschnitt finden sich beim jeweiligen Exemplar.
Einen breiteren Überblick über Geräte für diese Fachrichtung bietet die Seite zu ophthalmologischen Mikroskopen. Kontaktieren Sie Medical Elektro, um die Auswahl eines Leica M820, die Ausstattung verfügbarer Exemplare und ein individuelles Angebot zu besprechen.
