Mikroskope für die plastische und rekonstruktive Chirurgie
Operationsmikroskope in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie dienen der vergrößerten, stereoskopischen Beobachtung kleiner Gefäße, Nerven und anderer Strukturen. Bei der Gerätewahl sind der nutzbare Vergrößerungsbereich, Bildauflösung und Bildkontrast, Arbeitsabstand, Positionierung, Stativkonfiguration sowie die Arbeitsanordnung von Operateur und Assistenz von Bedeutung.
Die unten vorgestellten Geräte unterscheiden sich in der Konfiguration der Optik, im Stativtyp, im Beobachtungsstrahlengang für Operateur und Assistenz sowie in der zusätzlichen Ausstattung. Die detaillierten Spezifikationen und der aktuelle Status stehen auf den Produktseiten.
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Bei welchen Eingriffen der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie wird ein Operationsmikroskop eingesetzt?
Ein Operationsmikroskop wird vor allem in den Phasen eingesetzt, in denen kleine Gefäße oder Nerven beobachtet und verbunden werden müssen. Bei Rekonstruktionen mit freien Lappen dient es der Präparation des Gefäßstiels sowie der Anlage arterieller und venöser Anastomosen, bei Replantationen den gefäß- und nervenchirurgischen Phasen. Zu den Anwendungen gehören außerdem die Wiederherstellung peripherer Nerven, ausgewählte funktionelle Rekonstruktionen, lymphatische Rekonstruktionen und die Supermikrochirurgie.
Bei einer mikrovaskulären Anastomose beobachtet der Operateur das Gefäßlumen, die Gefäßränder und die Hinterwand, die Durchtrittsstelle der Nadel, den Fadenverlauf sowie die Lage der Instrumentenspitzen zum Gewebe. Bei der Wiederherstellung von Nerven kommt es auf das Erkennen der Nervenhüllen und Nervenfaszikel an, bei lymphatischen Rekonstruktionen auf sehr dünne, kontrastarme Strukturen. Das Bild sollte zugleich eine Tiefenbeurteilung ermöglichen und ein ausreichendes Feld für die Fadenführung und die Zusammenarbeit mit der Assistenz bieten.
Ein Operationsmikroskop bietet Vergrößerung, ein stereoskopisches Bild und eine koaxiale Beleuchtung des Operationsfelds. Bei der Beobachtung kleiner Strukturen sind Auflösung, Kontrast und Bildstabilität im genutzten Vergrößerungsbereich von Bedeutung. Der Arbeitsabstand und die Stellung des Mikroskopkopfes beeinflussen wiederum den verfügbaren Instrumentenraum sowie die Arbeitsanordnung von Operateur und Assistenz.
Das Mikroskop dient der direkten Beobachtung von Mikrostrukturen während der Gewebepräparation und der Anlage einer Anastomose. Nach Abschluss dieser Phase ist die Überwachung der Lappenperfusion eine eigenständige Aufgabe des Teams und kann andere Beurteilungsmethoden erfordern. Beide Bereiche sind miteinander verbunden, betreffen jedoch unterschiedliche Phasen des Vorgehens.
Soll dasselbe System auch in anderen Fachgebieten eingesetzt werden, lohnt sich ein Vergleich mit den Anforderungen und Konfigurationen in der Kategorie multidisziplinäre Operationsmikroskope.
Worauf kommt es bei der Wahl eines Operationsmikroskops für die Mikrochirurgie an?
Optik, nutzbarer Vergrößerungsbereich und Arbeitsabstand
Beim Vergleich der Mikroskopoptik sind Auflösung, Kontrast, Stereoskopie und Schärfentiefe im tatsächlich genutzten Vergrößerungsbereich von Bedeutung. Eine höhere Vergrößerung verringert das Sichtfeld und die Schärfentiefe und kann je nach Aufbau des optischen Systems auch die Bildhelligkeit reduzieren. Deshalb lohnt es sich, den gesamten nutzbaren Vergrößerungsbereich zu beurteilen und nicht nur den Maximalwert. Bei Konfigurationen mit einstellbarem Arbeitsabstand lässt sich der Fokuspunkt ändern, ohne das gesamte Mikroskop neu zu positionieren. Dabei bleibt der erforderliche Raum zwischen Mikroskopkopf, Operationsfeld und Instrumenten erhalten.
Präzise Positionierung und kleine Korrekturen des Beobachtungsfelds
Bei der Positionierung des Mikroskops sind gleichmäßige Bewegungen, das Ausbalancieren des Systems und die Stabilität nach dem Anhalten des Kopfes in der gewählten Position von Bedeutung. Kleine Korrekturen des Beobachtungsfelds lassen sich durch eine Änderung der Armposition und bei entsprechend ausgestatteten Konfigurationen auch über ein XY-Modul vornehmen. Die Bedienung über Handgriffe, Joystick oder Fußschalter hängt vom Modell und von der Ausstattung ab.
Position von Operateur und Assistenz sowie Art der Steuerung
Ein verstellbarer Binokulartubus ermöglicht es, Beobachtungshöhe und -winkel an die Position des Operateurs anzupassen. Je nach Konfiguration kann die Assistenz seitlich, dem Operateur in einer Face-to-Face-Anordnung gegenüber oder mit dem Monitorbild arbeiten. Deshalb muss der optische Beobachtungsstrahlengang der Assistenz von der Videobildanzeige unterschieden werden. Über Handgriffe und Fußschalter lassen sich Vergrößerung, Fokussierung, Bremsen oder XY-Modul bedienen, ohne die Hände vom Operationsfeld nehmen zu müssen. Der Funktionsumfang und die Möglichkeit, Tasten zu programmieren, hängen vom Modell und von der Ausstattung ab.
Ausgewählte Mikroskopmodelle für die plastische und rekonstruktive Chirurgie
Die repräsentative Auswahl umfasst Modelle, deren Herstellerunterlagen die plastische oder rekonstruktive Chirurgie ausdrücklich einschließen und eine Trennung zwischen Modellmerkmalen und der Ausstattung bestimmter Varianten und Konfigurationen ermöglichen.
- ZEISS OPMI Vario 700 — die Herstellerbroschüre enthält einen eigenen Abschnitt zur plastischen und rekonstruktiven Chirurgie. Das System nutzt apochromatische Optik und ein motorisiertes Varioskop mit einem Arbeitsabstand von 200–500 mm. Die zusätzliche Vergrößerung PROMAG, das XY-Modul, AutoBalance und die Face-to-Face-Anordnung beziehen sich hingegen auf entsprechend ausgestattete Konfigurationen.
- Leica M525 — die Anwendung in der plastischen oder rekonstruktiven Chirurgie ist in den Unterlagen der Systeme M525 F20/CT20, M525 F20 Multi, M525 MC1 und M525 F50 bestätigt. Die gemeinsame optische Basis des M525 umfasst OptiChrome, einen Zoom von 1:6 sowie die motorisierte Einstellung des Arbeitsabstands über 207–470 mm. Die Gesamtkonfigurationen mit den Tragsystemen F20, F40, F50 und OH4 unterscheiden sich im Stativaufbau, in der Lichtquelle und im Integrationsumfang.
- Leica M520 — ein Modell für die plastische und rekonstruktive Chirurgie mit dem optischen System OptiChrome, einem motorisierten Zoom von 1:6 und einem einstellbaren Arbeitsabstand von 207–470 mm. Bei der Wahl der Konfiguration sind das Tragsystem, die Positionierung der Assistenz und die Ausstattung zur Bildaufzeichnung von Bedeutung. Diese Elemente sind für das konkrete Gerät zu bestätigen.
- ZEISS OPMI Vario — die Herstellerbroschüre stellt dieses Modell als System unter anderem für die plastische und rekonstruktive Chirurgie vor. Der OPMI Vario Mikroskopkopf nutzt apochromatische Optik, einen Zoom von 1:6 und ein integriertes Varioskop mit einem Arbeitsabstand von 200–415 mm. Die stereoskopische Mitbeobachtung und die Face-to-Face-Anordnung hängen vom verwendeten Zubehör und von der Konfiguration ab.
- Möller-Wedel Hi-R 1000 — ein Mikroskop unter anderem für die plastische und rekonstruktive Chirurgie. Das verstellbare Objektiv bietet einen nominalen Arbeitsabstand von 224–510 mm. Im System MÖLLER 20-1000 mit dem mobilen Bodenstativ FS4-20 unterstützt der SensoServo-Antrieb die Positionierung des Mikroskops. Der Beobachtungsstrahlengang LR 1000 für die Face-to-Face-Beobachtung ist als Zubehör erhältlich. Die Tasten an den Handgriffen ermöglichen die Einstellung von Arbeitsabstand, Vergrößerung und Helligkeit sowie das Lösen der Bremsen.
Modelle dieser Marken stellen wir auch auf den Herstellerseiten vor: ZEISS Mikroskope, Leica Mikroskope und Haag-Streit / Möller-Wedel Mikroskope.
Kauf eines Mikroskops für die plastische und rekonstruktive Chirurgie auf dem Gebrauchtmarkt
Wovon hängt der Preis eines gebrauchten Mikroskops für die plastische und rekonstruktive Chirurgie ab?
Der Preis eines gebrauchten Mikroskops hängt vor allem vom Modell, der Gerätegeneration, der Art des Tragsystems sowie der Konfiguration der Optik und des Beobachtungsstrahlengangs der Assistenz ab. Auch die Steuerung, die Kamera und das Bildaufzeichnungssystem, zusätzliches Zubehör, der technische Zustand, die Vollständigkeit des Sets und der Umfang der Generalüberholung beeinflussen die Bewertung. Angebote sollten daher anhand der vollständigen Ausstattungsspezifikation und nicht allein anhand des Modellnamens verglichen werden.
Ein generalüberholtes Mikroskop für die plastische und rekonstruktive Chirurgie bei Medical Elektro
Bei Medical Elektro bieten wir generalüberholte Operationsmikroskope an. Die erforderlichen Arbeiten und die Kosten der verwendeten Teile unterscheiden sich von Gerät zu Gerät. Jedes angebotene Mikroskop wird jedoch nach demselben Standard generalüberholt. Zu jedem Gerät gibt es individuelle Fotos und eine technische Beschreibung seiner tatsächlichen Konfiguration, einschließlich des Modells des Mikroskopkopfes, des Tragsystems und der Ausstattung. Das erleichtert den Gerätevergleich und die Beurteilung, ob eine Konfiguration den Anforderungen der plastischen und rekonstruktiven Mikrochirurgie entspricht. Die einzelnen Schritte der Geräteaufbereitung erläutern wir auf der Seite zum Prozess der Generalüberholung von Operationsmikroskopen. Für jedes angebotene Mikroskop gilt eine 12-monatige Garantie.
Die aktuell vorgestellten Geräte finden Sie in der Produktliste oben. Wenn Sie Unterstützung beim Vergleich von Modell, Tragsystem, Beobachtungsstrahlengang und Ausstattung benötigen oder ein Mikroskop suchen, das derzeit nicht auf der Website zu finden ist, kontaktieren Sie Medical Elektro.
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